Digitale Verbreitungsformen bieten einen enormen Mehrwert dank multimedialer und interaktiver Elemente, sowie diverser Möglichkeiten der detaillierten Erfolgsmessung.

Die Kundenzeitschrift – Dauerbrenner im Bereich der Unternehmenskommunikation

Die meisten von Ihnen werden überrascht sein zu hören, dass sich die Vorläufer heutiger Kundenzeitschriften zurückverfolgen lassen bis ins frühe 16. Jahrhundert. Schon damals nämlich ließ beispielsweise der Ausburger Kaufmann Jacob Fugger I. Berichte seiner internationalen Korrespondenten in schriftlicher Form zusammenfassen, um diese anschließend an Geschäftsfreunde und Kunden zu verteilen.
Heute, 500 Jahre später, gehören Kundenzeitschriften in ihrer Funktion als Instrumente der Kundenbindung nach wie vor zu den wichtigsten Elementen moderner Unternehmenskommunikation und besitzen nicht selten eine enorme Reichweite. Namhafte Titel wie „mobil“ (Deutsche Bahn), die „Apothekenumschau“, oder „Das Magazin“ (Techniker Krankenkasse) sind einer breiten Öffentlichkeit zugänglich und bekannt. Der Einsatz digitaler Medien hat dabei in der jüngsten Vergangenheit das Wirkungsfeld von Kundenzeitschriften sogar noch vergrößert, da die ursprünglichen (statischen) Inhalte nicht nur um interaktive und multimediale Elemente erweitert, sondern darüber hinaus auf Websites, Digital Publishing Plattformen und Social Media Kanälen kostengünstig und in sehr großem Umfang verbreitet werden können.
Nicht wenige Experten bezeichnen die Kundenzeitschrift dabei als eine mediale Mischform, eine Art „Grenzgänger“ zwischen den Bereichen Marketing, PR und Journalismus. In der Tat lässt sich eine klug konzipierte, professionell erarbeitete und ansprechend gestaltete Kundenzeitschrift nicht eindeutig zuordnen. Zwar handelt es sich dabei zweifelsohne um ein Instrument der Kundenbindung - aufgrund der redaktionell/journalistisch aufbereiteten Inhalte, kann sie jedoch keinesfalls als klassisches Werbemittel betrachtet werden.
Vielmehr bietet eine derartige Publikation eine Reihe von Möglichkeiten, um einen bestehenden Kundenstamm aber auch potenzielle Neukunden nicht nur mit Unternehmensinformationen und -Neuigkeiten, sondern vor allem auch mit branchenspezifischen und zielgruppenrelevanten (Zusatz-)Themen zu versorgen, zu unterhalten und zu beraten. Und so bleibt die Kundenzeitschrift auch (oder gerade) im digitalen Zeitalter ein äußerst interessantes und vielseitiges Basisinstrument moderner Unternehmenskommunikation.

Foto: Christian Horz, Adobe Stock
Foto: Christian Horz, Adobe Stock

Vorteile digitaler Medienangebote

Betrachtet man grundlegende Vorteile digitaler Medienangebote im Vergleich zu gedruckten Publikationen, wird schnell deutlich, warum sich in den vergangenen Jahren immer mehr Unternehmen/Herausgeber für den digitalen Weg entschieden haben und warum diese Form des Publizierens zukünftig noch mehr in den Fokus rücken wird. Neben der kostengünstigen und umweltschonenden Verbreitung (keine Druck- und Lieferkosten) sind es vor allem die uneingeschränkte Nutzung (ortsunabhängig und jederzeit auf diversen Kanälen und Endgeräten abrufbar) sowie die enorme Reichweite (einfache Vervielfältigung und weltweiter Zugang), die sowohl für Herausgeber als auch für Nutzer/Leser einen eindeutigen Mehrwert darstellen und somit auch im Bereich der Unternehmenskommunikation für eine deutlich steigende Zahl digitaler Medienangebote sorgen (werden).

Digital Publishing Plattformen: interaktiv & multimedial

Neben den eben genannten Vorteilen aus den Bereichen Verbreitung, Nutzung und Reichweite, bringt digitales Veröffentlichen – speziell mit Hilfe von sogenannten Digital Publishing Plattformen wie beispielsweise www.issuu.com oder www.joomag.com – aber auch auf inhaltlicher Ebene eine ganze Reihe interessanter Optionen mit sich, um Kundenzeitschriften durch interaktive und multimediale Elemente zusätzlich aufzuwerten und in den Köpfen der Leserinnen und Leser einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.
Während der inhaltliche Rahmen einer gedruckten Kundenzeitschrift von Natur aus auf eine bestimmte Seitenzahl begrenzt ist und sich die Möglichkeiten der Informationsvermittlung letztlich auf das geschriebene Wort und eine begrenzte Zahl an Bildern beschränken, lassen sich digitale Publikationen durch den Einsatz vielfältiger multimedialer Angebote schier unbegrenzt erweitern und vertiefen. Weiterführende Links, umfassende Video- und Audioformate, üppige Bildergalerien, erläuternde Grafiken und Diagramme, Chatfunktionen sowie Umfragen und Tests sind nur einige der zahlreichen Möglichkeiten, die bei der Konzeption einer digitalen Kundenzeitschrift in Betracht gezogen werden können. Der Vorteil derartiger interaktiver Elemente liegt dabei klar auf der Hand: sie sprechen die unterschiedlichen Sinne der Nutzerinnen und Nutzer an und sorgen dafür, dass die vermittelten Inhalte aktiv verarbeitet werden.

Entscheidender Faktor Erfolgsmessung

Der (für Herausgeber) wohl größte Vorteil im Zusammenhang mit Digital Publishing Maßnahmen liegt jedoch in der Möglichkeit der konkreten Erfolgsmessung. Im Gegensatz zu klassischen Printmedien, bei denen der Erfolg/die erzeugte Resonanz einer Ausgabe, eines speziellen Artikels, oder einer Werbeanzeige immer mehr oder weniger vage anhand der Auflage geschätzt werden muss, stehen im Bereich digitaler Medienangebote eine ganze Reihe unterschiedlicher Instrumente zur Verfügung, um den Erfolg konkret zu bemessen. Besucher- und Abonnentenzahlen, Klickraten, generierte Leads, Abschlüss, Anzahl von Bestellungen, Downloadstatistiken, verlinkte und geteilte Inhalte (beispielsweise auf Social-Media-Kanälen), Backlinks, etc. – all das lässt sich mit Hilfe verschiedener Analysetools und Kennzahlen detailliert nachvollziehen, auswerten und für zukünftige Konzepte und Strategien nutzen.

Hinterlassen Sie einen Kommentar